Strom aus Windkraft

Deutschland befindet sich mitten in der Energiewende. Strom aus Windkraft und Sonnenenergie wird massiv ausgebaut und Atomkraftwerke abgeschaltet. Gleichzeitig hat sich das Land entschlossen, den Kohleausstieg voranzutreiben. Das führt dazu, dass in dieser Branche tausende Arbeitsplätze verloren gehen, bzw. in Zukunft verloren gehen werden. Doch damit ist der Bergbau noch lange nicht am Ende. Selbstverständlich werden auch weiterhin Rohstoffe abgebaut. So steigt beispielsweise die Nachfrage nach Erzen weiter an. Die Unternehmen im Bergbau suchen daher dringen nach Azubis.

Zukunftsberuf Bergbautechnologe

Eine Möglichkeit in diesen Beruf einzusteigen, ist die Ausbildung zum Bergbautechnologen. Diese Ausbildung dazu wird beispielsweise beim Schachtbau Nordhausen angeboten. Sie dauert drei Jahre lang. Die Firma arbeitet beispielsweise in Bergwerken die alten Kalischächte aufzufüllen, um Absenkungen zu verhindert. Der Job in 500 Metern Tiefe verlangt seinen Helfern alles ab. Er beinhaltet viel Verantwortung und das abseits von der Arbeit im Büro. Wer sich für diese Tätigkeit entschieden hat, schätzt vor allem den Umgang mit den großen Maschinen und die Freundschaft untereinander. Die anspruchsvolle Arbeit schweißt das Team zusammen. Gemeinsam wird geplant, gearbeitet und die Pausen genossen. Diese lassen sich heute längst abwechslungsreich gestalten. Ob Netflix am Smartphone oder das PokerStars Casino am Tablett, alles ist möglich. Verantwortlich dafür sind auch die seltenen Erden, die im Bergbau von den Bergleuten abgebaut werden. Sie stecken heute in fast jedem modernen Gerät. Tatkräftiges Zupacken ist gefragt, wenn es unter Tage geht. Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich dabei um einen Beruf mit Zukunft, denn der Bedarf an Rohstoffen wächst.

Der Rohstoffhunger der Welt wächst weiter

Die rasante Entwicklung der Technologien bedingt immer mehr Rohstoffe. Diese lagern in den Revieren in Mitteldeutschland und warten darauf abgebaut zu werden. Die Preisentwicklung zeigt nach oben, das bedeutet, dass alle Entwicklungen in eine positive Zukunft deuten. Die heimischen Bergbauunternehmen können ihren Azubis und jenen, die es noch werden wollen, daher eine langfristige Perspektive für ihren Beruf bieten. Bergbautechnologien sind Experten für den Abbau unter Tage und den Vertrieb der Rohstoffe. Azubis können sich zwischen zwei verschiedenen Fachrichtungen entscheiden. Dabei handelt es sich um die Bereiche Tiefbohrtechnik und Tiefbautechnik.

Damit die zukünftigen Experten ihren Job erledigen können, müssen sie nicht nur die Technik der Maschinen bedienen können, sondern zusätzlich zahlreiche weitere Fertigkeiten erlernen. Dazu zählen etwa ausreichende Stunden im Metallbau. Dort erlernen sie Fähigkeiten, die in anderen Berufsgruppen, wie bei den Konstruktionsmechanikern, dafür sorgen, dass das Team gemeinsam unter Tage arbeiten kann.

Der Fachkräftemangel sorgt für gute Bezahlung

Die Bezahlung ist gut. Gleichzeitig haben Azubis die Möglichkeit andere Städte und manchmal sogar andere Länder kennenzulernen. Da deutsche Unternehmen international sehr erfolgreich tätig sind, haben sogar Azubis die Möglichkeit in fremden Ländern Erfahrungen zu sammeln. Die Kombination aus gesteigerter Nachfrage nach Rohstoffen und einem sich immer mehr verschärfenden Mangel an Facharbeitern sorgt für jene Azubis, die sich für diesen Beruf entscheiden, eine gesicherte Zukunft. Dazu kommt auch noch der demografische Faktor. Immer mehr ältere Mitarbeiter stehen kurz vor der Rente, doch an Nachwuchs fehlt es oft an allen Ecken und Enden. Das führt daher automatische zu einem Mangel an neuen Kräften. Bestes Beispiel dafür ist das älteste Kalibergwerk in Deutschland. Trotz der Schließung im Jahr 1990 gibt es hier noch immer Arbeit für Jahrzehnte. Die Unternehmen suchen händeringend nach Azubis, die sich für diese anspruchsvolle Arbeit interessieren.

Alternativ können sich Azubis auch für eine Ausbildung zum Berg- und Maschinenmann entscheiden. Diese Ausbildung dauert zwei Jahre. Danach können die Mitarbeiter dabei helfen, die Unterhöhlungen, die noch aus dem Bergbau stammen, zu sichern und für die Zukunft zu stabilisieren. Dann wird den jungen Azubis erst bewusst, welche unterirdischen Städte sich vor den Augen der Öffentlichkeit in Deutschland „verstecken“. Die körperliche anstrengende Arbeit beinhaltet beispielsweise den Transport von Material, das Verlegen von Schiene und das flexen. Doch wer eine körperlich herausfordernde Tätigkeit sucht, ist hier genau richtig. Auch dieses Berufsbild bietet zwei Möglichkeiten sich zu spezialisieren. Azubis können zwischen den Fachrichtungen Vortrieb und Gewinnung, sowie Transport und Instandhaltung wählen.

Bergbautechnologien

Zahlreiche Stollen warten auf Entdeckung und Sicherung

Immerhin entstehen in der Region des Erzgebirges immer noch neue Stollen und Schächte. So wurden alleine in Sachsen 60 verschiedene Vorhaben bewilligt. Diese Projekte betreffen die Erkundung, Errichtung und den Betrieb neuer Bergwerke. Dabei geht es um Erz und Spat. Wer also erst einmal den Beruf des Bergmanns erlernt hat, muss sich keine großen Sorgen mehr machen. Das hängt auch damit zusammen, dass immer mehr alte Stollen gefunden werden. Von vielen alten Stollen gibt es keine Aufzeichnungen. Doch auch diese müssen gesichert werden. Die Unternehmen werden also immer wieder davon überrascht, was sie bei ihrer Arbeit vorfinden und haben danach noch mehr zu tun, als erwartet. Experten gehen davon aus, dass das noch lange so weitergehen wird. Die Aussichten sind für Azubis also durchaus rosig. Wer sich für diesen Beruf interessiert hat derzeit gute Erfolgsaussichten auf eine lange Tätigkeit in Deutschland.

Von Adalger