Die Digitalisierung hält Einzug in die Ausbildung von Azubis

Die Arbeitswelt ist nicht erst seit gestern einem massiven Wandel unterworfen. Die Digitalisierung schreitet weiterhin mit großen Schritten voran. Alle Branchen treffen auf neue Anforderungen, das Schlagwort Industrie 4.0 ist in aller Munde. Damit die Azubis diesen Herausforderungen auch gewachsen sind, ist eine grundlegende Adaptierung der Ausbildung in Deutschland notwendig. Nicht erst seit gestern fordern immer mehr Experten Anpassungsfähigkeit und Flexibilität, wenn es um die Zukunft der Ausbildung geht.

Die Veränderungen kommen immer schneller auf die Firmen und ihre Arbeitnehmer zu. Das sehen manche durchaus positiv, andere malen ein düsteres Szenario an die Wand. Man kann davon ausgehen, dass die Krise der letzten Monate den digitalen Wandel weiter beschleunigen wird. Schließlich haben unzählige Arbeitnehmer und ihre Vorgesetzten erkannt, dass digitales Arbeiten in der Praxis gut funktioniert. Wer jetzt noch Aufholbedarf hat, wird diesen schleunigst beseitigen müssen, um weiter mithalten zu können. Für Azubis bedeutet dieser beschleunigte Wandel, dass sie sich digital fit machen müssen.

Der Wandel nimmt Fahrt auf

Wie könnte eine transformierte Arbeitswelt in einigen Jahren aussehen? Die Ansichten dazu sind unterschiedlich, doch in einem ist man sich einig. Die Digitalisierung wird weite Bereiche der heutigen Arbeitswelt treffen. Manche sind davon überzeugt, dass dieser Trend unsere Lebenswelt in den nächsten Jahren stark verändern wird. Viele Berufsbilder werden sich entweder verwandeln oder ganz verschwinden. Experten sind davon überzeugt, dass diese Entwicklung in Deutschland immer noch stark unterschätzt wird. Politiker sprechen immer wieder davon, dass vor allem die großen Unternehmen zu langsam auf die neuen Anforderungen reagieren. Diese neue industrielle Revolution erfordere mehr Weitblick und verstärkte Eigeninitiative, um sie gut zu bewältigen.

Lebenslanges Lernen ist gefragt

Für Arbeitnehmer gilt das, was Experten schon seit Jahrzehnten immer wieder predigen. Sie können nur durch eine verbesserte Ausbildung und lebenslanges Lernen im Arbeitsprozess erfolgreich bleiben. Gleichzeitig bietet dieser Umbruch aber auch zahlreiche Möglichkeiten, vor allem für kreative und innovative Ideen aus denen eine erfolgreiche Selbstständigkeit entstehen könnte. Kooperation ist das Erfolgsrezept der Zukunft. Die Fähigkeit zur digitalen Weiterbildung, ein agiles Arbeiten und eine entsprechende Medienkompetenz sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft. Das betrifft nicht nur die Unternehmen, sondern auch ihre Mitarbeiter und dabei vor allem die Azubis. Sie werden von dem digitalen Wandel am stärksten betroffen sein. Die Ausbildungsverbände sind daher gefordert diese Themen verstärkt in die Ausbildung zu integrieren. Sie werden genauso wichtig werden, wie ökonomische Fähigkeiten, IT-Kompetenz und Führungskompetenzen.

Lebenslanges Lernen ist gefragt
Lebenslanges Lernen ist gefragt

Erfolgsrezept modulare Ausbildung?

Was in einigen Bereichen noch Zukunftsmusik ist, wird in der Metall- und Elektroindustrie bereits mit Volldampf umgesetzt. Hier kommt ein modulares Ausbildungskonzept zum Einsatz. Dieses ermöglicht eine flexible Anpassung an die Gegebenheiten. Themen wie IT-geschützte Anlagen, Programmierung und die Additive Fertigung stehen hier auf dem Programm. Unter diesen können die Azubis in ihrer Ausbildung auswählen. Auch in der Politik hat man die Notwendigkeit hier aktiv zu werden bereits erkannt. Im Oktober 2019 hat die Bundesregierung die Qualifizierungsinitiative digitaler Wandel auf den Weg gebracht. Diese soll die Azubis fit für die Anforderungen der Zukunft machen.

Von Adalger