So schreibt man als Azubi sein Berichtsheft

Das Berichtsheft, das Azubis in Deutschland schreiben, gibt einen guten Überblick über ihre Arbeit und ihre Ausbildung. Damit diese auch für Außenstehende nachvollziehbar bleiben, sollten Auszubildende einige Punkte beachten. Das Führen eines Berichtshefts zählt zu den Pflichten eines Azubis. Dieses ist zwar nicht sehr beliebt, doch es kann bei Problemen mit dem Ausbildungsbetrieb oder dem Ausbilder sehr nützlich sein. Mit den folgenden Tipps wird das Schreiben des Berichtheftes zum Kinderspiel.

Digital oder auf Papier?

Zunächst gilt es sich ein Berichtsheft zu besorgen. Dieses kann auf Papier oder digital geführt werden. Die Ausbildungsbetriebe stellen ihren Azubis im Normalfall entsprechende Vorlagen zur Verfügung. Wer so etwas nicht bekommt, kann sich eine Vorlage aus dem Internet herunterladen und danach verwenden. Ist ein Azubi gut im Tippen, dann sollte er gleiche eine digitale Vorlage verwenden. Das ist in Deutschland längst erlaubt. Wer sich im Nachhinein viel Stress ersparen möchte, der schreibt sein Berichtsheft am besten regelmäßig. Dazu genügen ein paar Minuten, in denen man die wichtigsten Dinge notiert. Das kostet wenig Zeit und wird schnell zur täglichen Routine. In fünf bis maximal zehn Minuten ist danach alles erledigt. So hat man als Azubi immer alles, was passiert ist, in frischer Erinnerung und muss sich nicht mit dem Abstand von Wochen oder Monaten mühsam die Geschehnisse in Erinnerung rufen. Die Berichte sollte der Ausbilder im eigenen Betrieb regelmäßig unterschreiben. Dazu ist es ratsam einen fixen Tag im Monat festzulegen, an dem der Azubi seinem Ausbilder das Berichtsheft vorlegt. Wer Mühe hat sich an alles zu erinnern, der kann sich im Laufe des Tages wichtige Dinge auf einem Zettel kurz notieren. So hilft man seinem Gedächtnis später auf die Sprünge.

Das sollte drinstehen

Die Azubis sollten alle ausgeführten Arbeiten in ihrem Berichtsheft anführen. Die Aufzeichnungen sollten möglichst genau geführt sein. Das bedeutet, dass auch die jeweilige Dauer mit notiert werden sollte. Dazu können auch weitere Informationen, wie die verwendeten Maschinen oder Computerprogramme, allgemeines aus dem Arbeitsalltag und wichtige Tätigkeiten kommen. Schulungen und der betriebliche Unterricht mit Details können ebenfalls notiert werden. All das erleichtert es für Außenstehende nachzuvollziehen, was der Azubi genau erlernt und gemacht hat. Vieles davon ist zu Beginn der Ausbildung neu und findet schnell Einzug in das Berichtsheft. Doch die Arbeitsabläufe verändern sich nach einiger Zeit nicht mehr, da wird es schon schwieriger „News“ für das Berichtsheft zu finden. Dann empfiehlt es sich verstärkt auf Details einzugehen. Der Stil sollte kurz aber aussagekräftig sein.

Das sollte drinstehen
Das sollte drinstehen

Eine Dokumentation der Ausbildung

Romane sind im Berichtsheft nicht gefragt. Wenn sich ein Azubi unsicher ist, wie er genau formulieren soll, dann fragt er zu Beginn am besten seinen Ausbilder. Pro Woche sollte rund eine A4-Seite an Informationen zusammenkommen, diese können in ganzen Sätzen und bei Bedarf auch in Stichpunkten formuliert sein. Fachbegriffe, Skizzen und Fotos lockern den Bericht etwas auf und zeigen, dass der Azubi an seiner Arbeit interessiert ist. Wer sein Berichtsheft abgibt, sollte darauf achten, dass es vollständig verfasst ist. Dazu gehört das Deckblatt mit allen Angaben zum Azubi und seiner Ausbildung. Die Berichte sollte idealerweise nach Ausbildungsjahr getrennt sein. Einen großen Vorteil bietet das manchmal ungeliebt Berichtsheft auch für die Azubis selbst. Sie lernen, wie man Arbeitsprozesse dokumentiert.

Von Adalger