Warum überhaupt Azubi werden oder welche ausbilden?

Azubis bilden das zukünftige Rückgrat unserer Wirtschaft. Zahlreiche Handwerksberufe sind darauf angewiesen, dass die Aus- und Fortbildung des Nachwuchses funktioniert und sich genügend junge Menschen für diesen Beruf interessieren.

Nur wenn Unternehmen rechtzeitig für neue Auszubildende sorgen, ist die Fortführung ihrer Tätigkeit sichergestellt. Eine Innovation, die in letzter Zeit in diesem Zusammenhang für Aufsehen gesorgt hat, ist das Azubi-Speed-Dating. Dabei haben Interessierte und Unternehmen Gelegenheit den jeweils anderen kennenzulernen und sich über alle Details zu informieren. Passen Azubi und Firma gut zusammen, dann steht dem Beginn einer Ausbildung nichts mehr im Wege. Doch was sind überhaupt die Gründe einen Azubi auszubilden, bzw. sich für die Berufsausbildung zu interessieren?

Diese Gründe haben Unternehmen einen Azubi auszubilden

Unternehmen, die in ihrem Betrieb Azubis ausbilden, haben damit genau jene Fachkräfte zur Verfügung, die sie für ihre Arbeit benötigen. Diese sind qualifiziert und sofort einsetzbar. Die Kosten für eine Suche nach geeigneten Mitarbeitern fallen weg. Gleichzeitig sind keinerlei Einarbeitungszeiten notwendig, der Azubi wächst sozusagen vom ersten Tag an in das Unternehmen hinein. Die Gefahr eine Stelle in der Firma falsch zu besetzen sinkt. Azubis können im Zuge ihrer Ausbildung ihre Kreativität in die Arbeit miteinbringen. Das Unternehmen verbessert durch die Azubis sein Image und hat die Chance seine zukünftigen Mitarbeiter nach seinen eigenen Vorstellungen zu formen. Diese werden sich stärker als üblich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren. Ihre Jobs sichern die Lebensqualität der jeweiligen Region, die Abwanderung junger Menschen aus ländlichen Gebieten in die urbanen Zentren wird gestoppt.

Deshalb profitieren Azubis von der Ausbildung

Azubis profitieren von der Ausbildung gleichermaßen. Sie verdienen ihren ersten Lohn und werden so schneller unabhängig und selbstständig. Der Berufseinstieg erfolgt schnell, die beruflichen Chancen in zahlreichen Berufen sind gut. Schließlich gibt es in zahlreichen Branchen noch immer eine Facharbeitermangel, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind immer gefragt. Wer sich in seine neue Firma einbringt, hat nach dem Ende der Ausbildung gute Chancen ein Jobangebot zu erhalten und gleich dort weiterzumachen, wo er sein Berufsleben begonnen hat. Ein formaler Schulabschluss ist nicht notwendig, trotzdem können Azubis parallel dazu studieren. Die Ausbildung kann darüber hinaus als Wartesemester angerechnet werden. Als Azubi verbindet man Praxis mit Theorie und kann seine praktischen Fähigkeiten direkt zur Anwendung bringen. Da die in Deutschland anerkannten Ausbildungsberufe den gleichen Vorschriften und Prüfungen unterliegen, ist eine Bewerbung im ganzen Land problemlos möglich.

Deshalb profitieren Azubis von der Ausbildung
Deshalb profitieren Azubis von der Ausbildung

So profitiert unsere Gesellschaft

Doch nicht nur der Azubi und das Unternehmen profitieren von einer betrieblichen Ausbildung, sondern natürlich auch die Gesellschaft und damit wir alle. Wer einen Beruf erlernt, wird schon in jungen Jahren selbstständig und lernt mit seinem Geld umzugehen. Das ist wiederum die Basis für die Gründung einer eigenen Familie. Die Sozialversicherungen profitieren von der Ausbildungsvergütung und können so das System leichter stützen. Schlussendlich ist jeder Azubi in seinem Unternehmen integriert. Er erlernt Verantwortung, Disziplin und Verlässlichkeit und wird damit automatisch zu einem wichtigen Teil der Gesellschaft in Deutschland. All diese Gründe sprechen dafür, das duale Ausbildungssystem auch weiterhin zu erhalten.

Von Adalger